„Ich will in Friede fahren“

Texte français

valere-eingangstor480

Deutsche Trauermusik des 17. Jahrhunderts

mit

Kai Wessel, Altus
Markus Hünninger, Orgel und Cembalo

 

„Was frag ich nach der Welt, / die mich gefangen hält? / Meyn Heyland zeiget sich, / an diesen halt ich mich, / der soll mir alles offenbaren. / Ich will in Friede fahren.“

Christian Weise, 1642-1708

In diesen klaren Worten schwingt ein melancholisches und zugleich innig religiöses Lebensgefühl mit. Es bestimmte jene Generation nachhaltig, die mit den verheerenden Folgen des Dreissigjährigen Krieges leben musste. Die Musik dieser Zeit bedient sich einerseits einer melancholischen Sprache als Ausdruck reeller Trauer. Moralische und spirituelle Aufforderungen werden mit dem Versprechen auf das ewige Leben verbunden und verleihen den Kompositionen andererseits oft einen heiteren Nachklang. Das Gambenconsort mit seinem innigen Klang war speziell geeignet, diese Trauergesänge zu begleiten.

Werke von Johann Krieger, Heinrich Schütz, Johann Kindermann und Dietrich Buxtehude (u.a.).

 

 

Musique allemande du 17e siècle

avec

Kai Wessel, altus
Markus Hünninger, clavecin et orgue

„Was frag ich nach der Welt, / die mich gefangen hält? / Meyn Heyland zeiget sich, / an diesen halt ich mich, / der soll mir alles offenbaren. / Ich will in Friede fahren.“

Ces paroles sont l’expression d’une attitude mélancolique et en même temps intimement religieuse, typique de la génération qui vivait les conséquences désastreuses de la guerre de trente ans. La musique de cette période contient fréquemment des exhortations morales et spirituelles face à la mort, mais celles-ci sont toujours accompagnées de promesses de la vie éternelle et aboutissent ainsi dans une joie sereine. L’ensemble de violes avec sa sonorité grave était la formation de prédilection pour accompagner ces Trauergesänge.

Oeuvres de Johann Krieger, Heinrich Schütz, Johann Kindermann et Dietrich Buxtehude, e.a.